qu'est ce que je veux

Wenn das alles so einfach wäre - sich einer Sache zu verschreiben - wenn es mir in die Wiege gelegt wäre, tanzend könnte ich die Welt mir erobern oder mit der Lupe einer Wissenschaft, und doch gleiten mir die Instrumente bald aus der Hand "für dich sind wir nicht geschaffen", und um neue zu schaffen, verschließt sich die Phantasie. Siehst du, von den Möglichkeiten wähl dir eine aus und wähle gut - oder lass dich wählen - als schöner Griffel sei sie dir Wanderstab und Waffe.

Und was, wenn ich mich verweigere?
Weil ich mein Glück nicht in der Entscheidung finde, sondern in der ewigen Wahlfreiheit?

Mit tausend Griffeln umherziehe, bis sie mir alle entglitten sind, bis ich sie drehe und wende, bis sie mir alle Gesichter zeigen, bis ans Ende der Tage könnte ich umherziehen, und wenn du mich fassen möchtest, bin ich schon entschwunden. Dann bin ich so exponiert verschlossen, dass sich die Gegensätze bis zur Sinnlosigkeit ausschalten. Dann bin ich heute Philanthrop und morgen Menschenfresser, und die Lösung, die Synthese aller Widersprüche, findet statt, denn ich finde statt

als Arbeitstier
als Sozialschmarotzer
als Gutmensch
als Neurotikerin
als Amokläuferin
als Friedensengel
als Touristin
als Steuerzahler
als Angsthase
als Kind.

©slowberrine

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